Serbien und Kosovo

Juni
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Titel: Klöster, Kirchen & Festungen – im Naturzauber. Religiöse & weltliche Impressionen von Antike & Mittelalter. Grossartige Kulturstudien-Rundreise mit 9 UNESCO-Weltkulturerbestätten

Reisedatum: 01.06. – 10.06.2017

Reisenummer: 8SEF0003

Reiseleitung: Prof. Dr. Paul Meinrad Strässle, zusammen mit qualifizierten, deutsch sprechenden örtlichen Reiseführern.

Bildquelle: www.Wikipedia.de

 

Geschätzte Damen und Herren, Liebe Freunde

Allmählich treten Serbien und Kosovo als grossartige Kulturlandschaften ins Blickfeld Westeuropas. Diese abwechslungsreichen Territorien bieten Naturerlebnisse von ausserordentlicher Schönheit: naturbelassene Flussläufe von Drina, Theiss und Ibar, die Donau mit dem berühmten Eisernen Tor, ursprüngliche Wälder, Moor- und Sumpflandschaften, eine vielfältige Vogelwelt und seltene Populationen fast ausgestorbener Tiere. Das vom Kontinentalklima geprägte Tiefland von Save, Donau und Morava-Vardar-Furche bot den Griechen, Römern, Byzantinern und Osmanen natürliche Verkehrswege für ihre Eroberungszüge und ihren Handelsverkehr. Als Binnen- und Durchgangsland mit Verbindungen aus und in alle Himmelsrichtungen war Serbien mit Kosovo stets eine von Grossmächten begehrte Drehscheibe im zivilen und militärischen Verkehr zwischen Adriaraum, dem Save-Donau-System und der Ägäis. Wir reisen dorthin, wo im Mittelalter die Kultur der Serben erblühte. Wir besichtigen neben Festungen in erster Linie Klöster und Kirchen und erspüren fruchtbare Landschaften. Grossartige Schätze der sakralen und profanen Architektur, Plastik und ganz besonders Malerei zeugen von multikulturellen Kontakten zwischen Ost und West. Sie vermitteln eine eindringliche Vorstellung vom wechselvollen Mittelalter Serbiens und des Serbentums. Die einsam, in lauschigen Waldschluchten gelegenen Klöster mit ihren ergreifenden Fresken und Ikonen gehören zu den sehenswertesten Zeugen byzantinischer und serbischer Kunst, viele stehen unter Unesco-Schutz. Abgesehen von ihrer byzantinisch-orthodoxen Prägung sind Serbien und der Kosovo auch türkisch-orientalisch beeinflusst, letzterer ausserdem heute auch vom Albanertum geprägt. Neben antik-archäologischen Ausgrabungen sind auch mittelalterliche Burgen zu bestaunen. Mit der byzantinischen Eroberung Bulgariens 1018 traten auch die Serben in direkten Kontakt mit Byzanz. Gegen Ende des 12. Jh.s bildete sich unter Stefan Nemanja ein unabhängiger serbischer Staat, der sich dank der Zerschlagung des Byzantinischen Reiches (1204) festigen konnte. In der steten Auseinandersetzung mit dem später wieder erstandenen Byzanz hat Serbien im 13. und 14. Jh. viele Einflüsse und Institutionen aus Konstantinopel übernommen – so u. a. in den Bereichen Recht, Politik, Kirche und Mönchtum. Und dennoch hat Serbien den Charakter eines eigenständigen Staatswesens nicht verloren. Nie zuvor war der Einfluss Ostroms in Serbien so intensiv gewesen wie unter der Herrschaft von Zar Stefan Dusan im 14. Jh. Dabei förderte Byzanz politisch gezielt die Rezeption seiner Kultur durch die Serben. Die kyrillo-methodianische Kultur verteidigte die Eigenständigkeit und Autonomie des slavischen Kulturbewusstseins. Gerade der nationale, sprachliche Charakter des kulturellen Wirkens, die Anerkennung der slavischen Sprache als Missions-, Liturgie- und Literatursprache und die bedeutende Rolle der Bildung begründeten die Nachhaltigkeit des erfolgreichen Wirkens der kyrillo-methodianischen Kultur, die durch das Mönchtum und die Klöster als Bildungs- und Kulturzentren gefördert wurde. Am ausgeprägtesten drückt sich der byzantinische Einfluss in der Architektur und Malerei Serbiens aus. Vorerst fanden die Künstler von der engen Anlehnung an Byzanz auch zu eigenen Wegen, so bei den Kirchen in der Zeta (heut. Montenegro) und in Rascien im 13 Jh. (Raska-Schule: u. a. Studenica, Mileseva, Sopocani), ehe im 14. Jh. eine intensive Übernahme der byzantinischen Kunst einsetzte, die unter Zar Stefan Dusan ihren Höhepunkt erreichen sollte. Den Abschluss serbischer Architektur bilden Kirchen der sog. Morava-Schule (z. B. in Ravanica, Ljubostinja, Kalenic, Krusevac, Manasija). Im 14. Jh. wirkte die serbische Malerei sogar auf die Kunstentwicklung Dalmatiens, Bulgariens, Rumäniens, Russlands und des Hl. Berg Athos ein. Doch dann traf der Einfall der Osmanen die serbische Baukunst in einer Zeit, als sich der nationale, serbische Stil zu entwickeln begann. Östliche und westliche Kultur gingen in Serbien eine glückliche Synthese ein. Die Christianisierung und kulturelle Byzantinisierung der Serben wie übrigens schon zuvor der Bulgaren stellt ein weltgeschichtliches Ereignis allerersten Ranges dar. Sie haben aber auch die darauffolgende Byzantinisierung der Ostslaven erleichtert. Das 20. und frühe 21. Jh. haben in Serbien und Kosovo viele Spuren hinterlassen, viele aber auch verwischt. Die Menschen in diesen Gebieten sind zurückhaltend, stolz und angesichts der jüngeren Vergangenheit auch misstrauisch. Doch Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft werden gross geschrieben. Gerade ein langfristig wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch erstarktes Serbien könnte dereinst jene Mittlerrolle zwischen Ost und West in Südosteuropa spielen, welche früher Jugoslawien inne hatte. Durch historische, kunstgeschichtliche und landeskundliche Hintergrundvorträge Ihres Reiseleiters werden Sie mit der Vergangenheit und Gegenwart der an Kulturschätzen so reichen Länder vertraut gemacht. Die künstlerischen Leistungen aus römischer, byzantinischer und serbischer Zeit, die Klöster, Fresken und Ikonen, die Schnitzereien und Werke des volkstümlichen Kunsthandwerks, die Festungen des Mittelalters – sie alle präsentieren sich als eine vom mitteleuropäischen Schema abweichende Besonderheit. Die byzantinische Kultur übte auf Serbien und das Serbentum einen tiefen, nachhaltigen Einfluss aus. Die technische Organisation besorgt das für Serbien- und Kosovoreisen erfahrene Reisebüro BlassTravel GmbH in Singen (D). Die Kulturstudienreise mit integriertem Seminar durchs Mittelalter und mit Seitenblicken in die Antike und Gegenwart verbindet Information und Vergnügen, sie richtet sich an Kopf und Herz.

Ihr

Paul Meinrad Strässle (PMS)

 

Fachliche Leitung

Prof. Dr. phil. Paul Meinrad Strässle hat Byzantinistik, Allgemeine und Osteuropäische Geschichte (besonders Balkanländer, Russland, Ukraine und Kaukasien) sowie Russistik studiert. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten setzt er sich mit Südosteuropa von der Antike bis in die Gegenwart auseinander. Mit Schwergewicht untersucht er die Entwicklung Serbiens mit Kosovo im Mittelalter, speziell was die prägenden Einflüsse aus Byzanz betrifft. Ebenso befasst er sich auch mit der Geschichte und Gegenwart des Albanertums in Südosteuropa und darüber hinaus. Als Titularprofessor für Byzantinistik an der Universität Zürich setzt er sich in Forschung und Lehre mit dem griechisch-slavisch-kaukasischen Kulturkreis unter interdisziplinären und komparativen Fragestellungen auseinander. Im Rahmen der Erwachsenenbildung gibt er neben Vorlesungen, Vorträgen und Kursen auch Seminare zur Geschichte von Byzanz, Osteuropa, Vorderasien und des Mittelmeerraumes. Diese Gebiete bereist er seit Jahren regelmässig und berichtet auch darüber. Im Zentrum seiner Publikationen stehen Themen der Kriegs- und Friedensgeschichte, der politischen und Mentalitätsgeschichte, der Technik-, Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte (Handel und Kolonien), der Religions-, Kultur- und Kunstgeschichte, ebenso der Historischen Geographie, der Numismatik und Archäologie. Er bietet auch interkulturelle Module für Interessierte an Ost- und Südosteuropa an (www.byzanz-straessle.ch).

Reiseprogramm
Preis
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Anmeldungen und Auskünfte

Prof. Dr. phil. Paul Meinrad Strässle

Landstr. 3,

9606 Bütschwil

Tel./Fax: (0041) – (0) 71-9835142

Email: p.m.straessle@bluewin.ch

www.byzanz-straessle.ch

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