Georgien

Juni
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Titel: Grossartige Kulturstudien-Rundreise mit UNESCO-Weltkulturerbestätten – Kirchen, Klöster & Festungen – Weltliche & religiöse Impressionen von Antike & Mittelalter

Reisedatum: 02.06. – 14.06.2019

Reisenummer: 9GEF0004

Reiseleitung: Prof. Dr. phil. Paul Meinrad Strässle, zusammen mit einer qualifizierten, deutsch sprechenden örtlichen Reiseführung

Geschätzte Damen und Herren, Liebe Freunde

Wir entdecken Georgien, das geographisch zu Vorderasien, politisch und kulturell aber zu Europa gehört. In dieser Schnittzone zwischen Christentum und Islam ist die nationale Kultur des georgischen Volkes zutiefst christlich geprägt. Auf engstem Raum rührt uns eine Fülle landschaftlicher Reize: üppige und vielfältige Natur, Bergketten mit wilden Schluchten und fruchtbaren Tälern, Bergseen und Naturpärke, malerische Dörfer mit Obstgärten und Rebbau. Majestätisch dominieren der Grosse und der Kleine Kaukasus das bisweilen archaisch anmutende Landschaftskleid.

Die Republik Georgien (Sakartwelo) löste 1991 die einst so blühende und reiche Sowjetrepublik Georgien im südlichen Kaukasien ab. Mit der Unabhängigkeit begannen Bürgerkrieg und nationalistische Militärkonflikte um die zentrifugale Provinz Abchasien, die 2008 in einem Krieg Georgiens mit Russland um Südossetien gipfelten. Seit der „Rosenrevolution“ im Herbst 2003 kann sich die durch den wirtschaftlichen und sozialen Niedergang Georgiens in den 1990er Jahren entstandene katastrophale Situation nur schwer entspannen. Das Land unternimmt vieles, um den früheren Ruf Georgiens als Paradies für Erholungsuchende und Kulturinteressierte wiederherzustellen. Georgien ist ein Land der Gegensätze: Wirtschaftliche Rückständigkeit und soziale Armut auf dem Lande in der Provinz und das moderne Zentrum Tbilissi mit seinen westlichen Geschäften. Georgien wähnt sich in einer wirtschaftlichen Stagnation mit Rückschlägen.

Wir entdecken einzigartige mittelalterliche Sakral- und Profanbauten sowie Malereien von weltkultureller Bedeutung (UNESCO-Weltkulturerbe), aber auch andere kunsthistorisch hervorragende Kirchen, Klöster, Klosterburgen und Festungen sowie kostbare georgische Handschriften aus dem Mittelalter – sie alle sind stolze Zeugen einer eigenständigen christlichen Kultur, die 1700 Jahre alt ist. Georgien ist weltweit das zweite Land, das nach Armenien und noch vor Byzanz das Christentum als Staatsreligion angenommen hat. Ausserdem treffen wir auch auf antike vorchristliche, präiberische und iberische Kulturzeugen. Ganz zu schweigen von der sehr alten eigenständigen ibero-kaukasischen, nicht indogermanischen georgischen Sprache mit ihrer eigenen floralen Schrift.

Der unermessliche Kulturreichtum zeigt sich auch in den prachtvollen Goldschmiedearbeiten und in der Kunst der Metallbearbeitung (Toreutik), die in Georgien eine jahrtausendalte Tradition hat. Georgisches Gold lockte schon Jason mit der Prinzessin Medea und seinen Argonauten im 10. Jh. v. Chr. ins Kolcherland (Goldenes Vlies). Einzigartig sind auch die Zellenschmelz-Emails – eine heute kaum noch bekannte Kunst. Schon in der Antike galt Georgien als Waffenschmiede. Dank der kaukasischen Eisenvorkommen sollen georgische Handwerker schon um 1200 v. Chr. Schwerter hergestellt haben, mit denen Griechen & Trojaner im Trojanischen Krieg kämpften.

Die Kulturschätze zeugen von multiethnischen und -kulturellen Kontakten zwischen Ost und West, liegt doch Georgien, als christlicher Aussenposten ganz in der eurasischen Grenzzone Transkaukasiens. Wegen seiner Brückenlage zwischen Kaukasus und Vorderasien, zwischen Europa und Asien erwehrte sich Georgien verschiedener Invasoren. Es diente als Durchzugskorridor und Kriegsschauplatz alter Zivilisationen, Völker und Eroberer: der Griechen, Römer, Byzantiner, Araber, Seldschuken, Mongolen, Osmanen, Perser, Russen u. a. Burganlagen und Festungstürme sollten das Land und seine Handelsstrassen beschützen, die den Orient mit dem Okzident verbanden. Noch vor der Invasion der Seldschuken im 11. Jh. galten georgische Städte als bedeutende internationale Handels-, Verkehrs- und Kulturzentren an der eurasischen Seidenstrasse in Transkaukasien. Davon zeugen neben archäologischen Resten und Münzen auch viele Wehrkirchen und -türme in Swanetien, Klosteranlagen und Festungen, ebenso vorchristliche Höhlenstädte.

Georgien ist mehr denn je ein Geheimtipp für eigentliche Entdeckungsreisen, für Kulturliebhaber, Naturfreunde und Fotografen, aber auch für Feinschmecker. Schon zu Beginn des 3. Jt.s scheinen die frühen Georgier erste Kenntnisse des Weinbaus gewonnen zu haben. Noch heute zählt der georgische Wein, besonders jener aus der Provinz Kachetien, zu den Spitzenweinen der Welt. Und die mit überwältigender Gastfreundschaft und feurigem Temperament zubereitete Kulinaria verwöhnt selbst anspruchsvollste Gaumen.

Durch tägliche historische, kunstgeschichtliche und landeskundliche Hintergrundvorträge Ihres Reiseleiters unterwegs im Autobus werden Sie mit dem Georgien von damals und heute und mit der Kaukasus-Region allgemein vertraut gemacht. Die technische Organisation besorgt das für Georgien-Reisen bestens ausgewiesene Reisebüro BlassTravel GmbH in Singen (D). Seine jahrzehntelangen erfolgreichen Geschäftserfahrungen gewähren ein reibungsloses und gesichertes Entdecken des georgischen Mittelalters. Die Kulturstudien-Rundreise mit integriertem Seminar durchs Mittelalter und mit Seitenblicken in die Antike und Gegenwart verbindet Information und Vergnügen, sie richtet sich an Kopf und Herz. – Eine Reise für alle Sinne!

 

Achtung NEU: Voraussichtlich am Samstag, den 11. Mai 2019, findet von 10.00 bis 16.00 in Zürich oder Wil SG ein Vorbereitungsseminar für die angemeldeten Reiseteilnehmenden statt.

                                                                                                                   Ihr Paul Meinrad Strässle (PMS)

 

Fachliche Leitung

Prof. Dr. phil. Paul Meinrad Strässle hat in Zürich, Moskau, St. Petersburg, Köln und Wien Byzantinistik, Allgemeine und Osteuropäische Geschichte sowie Russistik studiert. Im Rahmen seiner Dissertation und anderer wissenschaftlicher Arbeiten hat er sich mit Georgien besonders im Zusammenhang mit Handel und Kolonien im Schwarzen Meer im Mittelalter auseinandergesetzt und dieses Land auch bereist. Als Titularprofessor für Byzantinistik an der Universität Zürich beschäftigt er sich in Forschung und Lehre mit dem griechisch-slavisch-kaukasischen Kulturraum unter interdisziplinären und komparativen Fragestellungen. Im Rahmen der Erwachsenenbildung gibt er neben Vorlesungen und Vorträgen auch Kurse und Seminare zur Geschichte von Byzanz, Ost- und Südosteuropa, Vorderasien und des Mittelmeerraumes. Diese Gebiete bereist er seit Jahren regelmässig und berichtet auch darüber. In seinen zahlreichen Publikationen befasst er sich mit Themen der Kriegs- und Friedensgeschichte, der Mentalitäts-, Technik-, Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte, der Religions-, Kultur- und Kunstgeschichte, der Historischen Geographie, der Archäologie und Numismatik. Er bietet auch interkulturelle Module für Interessierte an Osteuropa und Südosteuropa an (www.byzanz-straessle.ch).

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Anmeldungen und Auskünfte

Prof. Dr. phil. Paul Meinrad Strässle

Landstr. 3, 9606 Bütschwil

Tel./Fax: (0041)-(0) 71-9835142

Email: p.m.straessle@bluewin.ch

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